Grundlagen der industriellen Steuerung: Motorüberlastrelais in Aktion

Letzte Woche haben wir uns mit dem Thema Wärmeausdehnung befasst und erfahren, wie sich die Bimetallkontakte in einem Motorüberlastrelais beim Erhitzen verziehen. Wir diskutieren auch, wie das Überlastrelais ins Spiel kommt, um eine Überhitzung der Stromkreise des Elektromotors zu verhindern. Nun wollen wir sehen, was passiert, wenn eine Überlastungssituation auftritt.

Motorüberlastrelais

Abbildung 1

Abbildung 1 zeigt einen Motor, der überlastet ist, da er ungewöhnlich viel elektrischen Strom zieht. Da dieser Strom auch durch die elektrische Heizung im Überlastrelais fließt, beginnt die Heizung mehr Wärme zu erzeugen als bei normalem Betrieb des Motors. Diese ungewöhnlich hohe Wärme wird auf die Bimetallschalterkontakte gerichtet, wodurch sie fest umwickelt werden, bis sie sich nicht mehr berühren oder öffnen. Sie schließen erst wieder, wenn sich der Überlastungszustand bessert und die Heizung wieder auf die normale Betriebstemperatur abkühlt.

Schauen wir uns nun Abbildung 2 an, um zu sehen, wie das Motorüberlastrelais in unser Beispiel eines Förderband-Motorsteuerkreises passt. Auch hier wird der Weg des elektrischen Stromflusses durch rote Linien angezeigt.

Motorüberlastrelais

Figur 2

Die Schaltung in Abbildung 2 zeigt, was nach dem Drücken von Taste 1 passiert. Das heißt, das elektrische Relais wurde gesperrt und Strom fließt zwischen der neutralen und der heißen Seite durch einen der Schließerkontakte entlang des Pfades. von der grünen Anzeigelampe, der Motorüberlastrelaisheizung und dem Fördermotor. Strom fließt auch durch den anderen Schließerkontakt, den Not-Aus-Schalter, den Knopf 2, die Spule des elektrischen Relaiskabels und die Bimetallkontakte des Motorüberlastrelais. Der Motor ist überlastet, wodurch die Überlastrelaisheizung ungewöhnlich hohe Wärme erzeugt. Diese Wärme wird auf die Bimetallkontakte gerichtet, wodurch sich diese ebenfalls erwärmen.

industrielle Kontrolle

Figur 3

In Abbildung 3 wurden die Bimetallkontakte so weit erwärmt, dass sie sich gegeneinander gebogen haben, bis sie sich nicht mehr berühren. Bei geöffneten Bimetallkontakten kann kein elektrischer Strom durch die Spule des elektrischen Relaiskabels fließen. Dies beendet wiederum die magnetische Anziehung, die zuvor die Relaisanker gegen die NO-Kontakte gehalten hat. Die Feder im elektrischen Relais hat die Anker angehoben, wodurch sich die Schließerkontakte öffnen und gleichzeitig den Öffnerkontakt schließen.

Diese Maßnahmen haben zu einem Stromverlust in der grünen Anzeigelampe und im Elektromotor geführt. Die rote Anzeigelampe ist jetzt aktiviert und der Fördermotor wird automatisch abgeschaltet, um Schäden und mögliche Brände aufgrund von Überhitzung zu vermeiden. Dies bedeutet, dass selbst wenn der Förderer sofort die Taste 1 drücken würde, um die Leitung neu zu starten, dies nicht möglich wäre. Unter diesen Bedingungen wird verhindert, dass das elektrische Relais einrastet, und der Motor bleibt ausgeschaltet, da sich die Bimetallkontakte getrennt haben, wodurch verhindert wird, dass Strom durch die Drahtspule fließt.

Die Bimetallkontakte bleiben offen, bis sie wieder auf normale Betriebstemperatur abgekühlt sind. Nach dem Abkühlen schließen sie wieder und der Motor kann neu gestartet werden. Wenn die Ursache der Motorüberlastung nicht diagnostiziert und ihre Wiederholbarkeit beseitigt wird, wiederholt der automatische Abschaltvorgang diesen Zyklus.

Das nächste Mal werden wir sehen, wie das Überlastrelais in einem Kontaktplan dargestellt wird. Wir werden auch sehen, wie Leistungsschalter hinzugefügt werden können, damit das Wartungspersonal sicher arbeiten kann.

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