Grundlagen der industriellen Steuerung: Not-Aus

Waren Sie schon einmal im Keller, als Sie einen dumpfen Schlag hörten, gefolgt von einem Schrei eines Familienmitglieds oben? Sie rennen die Treppe hinauf, um zu sehen, was für ein Unglück passiert ist. Der Aufstieg scheint ewig zu dauern. Stellen Sie sich ein ähnliches Szenario vor, das in einer industriellen Umgebung stattfindet, in der die zurückzulegenden Entfernungen möglicherweise viel größer und die gefährlichen Szenarien zahlreich sind.

Angenommen, ein Mitarbeiter, der in der Nähe eines Transportsystems arbeitet, bemerkt, dass ein Mitarbeiter im Mechanismus eingeschlossen ist. Der Transporter sollte sich schnell abschalten lassen, aber der Knopf zum Stoppen der Leitung befindet sich weit entfernt im zentralen Kontrollraum. Dies ist der Fall, wenn Not-Aus-Tasten zur Rettung kommen, wie in Abbildung 1 dargestellt.

Not-Aus-Taster

Abbildung 1

Die Not-Aus-Taster sind in der Nähe von potenziell gefährlichen Geräten in industriellen Umgebungen angebracht, sodass Mitarbeiter in der Umgebung die Geräte im Falle einer gefährlichen Situation schnell abschalten können. Diese Tasten sind normalerweise viel größer als die Standard-Bedientaste und sind in der Regel sehr hell gefärbt, sodass sie wie ein schmerzender Daumen hervorstehen. Diese Art der Bekanntheit ist wünschenswert, wenn eine Situation mit hohem Stress auftritt, die sofortige Aufmerksamkeit erfordert. Sie sind leicht zu erkennen und aufgrund ihrer Form können sie leicht mit einem Schlag in der Nähe einer Hand, eines Besens oder was auch immer bequem ist aktiviert werden.

Abbildung 2 zeigt, wie ein Not-Aus-Schalter in einen typischen Motorsteuerkreis eingebaut werden kann, wie wir ihn in früheren Artikeln beschrieben haben.

Not-Aus-Taster im Motorsteuerkreis

Figur 2

In Abbildung 2 ist ein Not-Aus-Schalter in den Stromkreis integriert. Er zeigt, was passiert, wenn jemand den Knopf 1 auf dem Förderer-Bedienfeld drückt. Der Öffnerkontakt öffnet sich und die beiden Schließerkontakte schließen. Der Motor startet und die grüne Glühbirne leuchtet, um anzuzeigen, dass er läuft. Das elektrische Relais ist gesperrt, da seine Drahtspule über einen Schließerkontakt erregt bleibt. Es wird nur entsperrt, wenn der Stromfluss zur Drahtspule unterbrochen wird, wie im nächsten Absatz beschrieben. Rote Linien kennzeichnen Bereiche, durch die Strom fließt.

Sowohl die Taste 2 als auch die Not-Aus-Taste befinden sich normalerweise in normalerweise geschlossenen Positionen. Als solche wird Strom kontinuierlich durch sie fließen, solange keiner von ihnen wieder angeschlossen wird. Wenn einer von ihnen kompromittiert wird, tritt das gleiche Ergebnis auf, ein Stromausfall in der Leitung. Die Relaiskabelspule wird abgeschaltet und die Schließerkontakte bleiben offen, wodurch verhindert wird, dass die Drahtspule nach dem Deaktivieren von Taste 2 oder dem Deaktivieren des Not-Aus wieder aktiviert wird. Unter diesen Bedingungen stoppt der Fördermotor, die grüne Anzeigelampe schaltet sich aus, der Öffner schließt und das rote Licht leuchtet auf, um anzuzeigen, dass der Motor nicht läuft. Diese Sequenz, die sich aus dem Drücken der Not-Aus-Taste ergibt, ist in Abbildung 3 dargestellt.

Der Not-Aus-Schalter öffnet das elektrische Relais

Figur 3

Wir haben jetzt die Möglichkeit, den Förderer manuell von einem geeigneten Ort vor Ort aus zu steuern, sodass der Betrieb bei Bedarf schnell abgeschaltet werden kann.

Was ist, wenn etwas anderes passiert, wie der Fördermotor überhitzt und Feuer fängt und niemand da ist, um den Not-Aus zu bemerken und zu treffen? Leider läuft in unserer Schaltung, wie bisher dargestellt, die Leitung weiter und der Motor weiter, es sei denn, wir verfügen über einen zusätzlichen Schutz, das Motorüberlastrelais. Wir werden sehen, wie es beim nächsten Mal gemacht wird.

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